Das Partizipationsprojekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“ geht weiter

Die Jugendlichen präsentieren das Projekt in Deutschland und darüber hinaus. Immer wieder diskutieren sie dabei die Frage, wie Gedenkstätten gestaltet sein müssen, damit sie junge Menschen ansprechen.

1 / 1

Das Partizipationsprojekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“ geht weiter

Tagung „Von Gestern für Morgen lernen. Zivilgesellschaftliches Engagement an Orten der Erinnerung“, Köln, 21. und 22. Februar 2013


„Was hat die Erinnerung mit der Gegenwart zu tun – brauchen wir neue Gedenkorte?“ So lautete das Thema eines Workshops der Kölner Tagung, die das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im Februar 2013 veranstaltete. Ausgehend von dieser Frage stellten die Projektbetreuerinnen Carmen Ludwig und Sina Sauer zusammen mit zwei Jugendlichen das Partizipationsprojekt vor. In drei Arbeitsgruppen diskutierten sie mit den Workshop-Teilnehmern, wie man Jugendliche unterschiedlicher Schulformen in die Gedenkstättenarbeit einbeziehen kann, ob Gedenkstätten heutzutage noch zeitgemäß sind und wie diese letztlich gestaltet sein müssen, damit sie junge Menschen ansprechen.

Projektpräsentation im Begegnungscafé, Hamburg, 6. Februar 2013

Im Rahmen des monatlichen Zusammentreffens von Überlebenden und ehemaligen Verfolgten des Nationalsozialismus präsentierten die Projektbetreuerin Carmen Ludwig und eine der Teilnehmerinnen, Zandile Ngono, die Inhalte und Ergebnisse des Partizipationsprojektes. Anschließend traten Gäste und Referentinnen in einen regen Dialog miteinander, in dem es vor allem um neue Gestaltungsformen von Gedenkstätten ging.

Internationale Jugendbegegnung in Bonn, Kiew und Berlin, 24. bis 30. Januar 2013

Auf Einladung des Deutschen Bundestages nahmen zwei Jugendliche des Projekts an der Internationalen Jugendbegegnung in Bonn, Kiew und Berlin teil. Diese wurde vom Deutschen Bundestag anlässlich des 30. Januar 2013, dem Gedenktag in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, durchgeführt mit dem Ziel, junge Menschen, die sich in Deutschland und den Nachbarländern in Projekten und Initiativen zur Geschichte des Nationalsozialismus engagieren, zusammenzubringen. Zentrale Programmpunkte in diesen Tagen stellten u.a. die Podiumsdiskussion zum Thema „Die Gegenwart der Vergangenheit: Die Lokalisierung von Stätten nationalsozialistischer Massenerschießungen in der Ukraine und der Umgang mit ihnen“ sowie die Gedenkstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages dar.

Körber-Stiftung, Hamburg, 23. Januar 2013

Wie kann es mit dem Projekt weitergehen? Wie lassen sich die Projektarbeit und der Ort des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs in die Lehrpläne integrieren? Zu diesen Fragen lud die Körber-Stiftung im Januar 2013 Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Hamburger Schulen sowie Initiatoren und Teilnehmer des Projekts „Wie wollt ihr euch erinnern?“ ein. Pia Abel, Zandile Ngono und Maximilian Jacob erzählten von ihren Projekterfahrungen und präsentierten einzelne Ergebnisse, die Projektteamer Sina Sauer und Carmen Ludwig stellten den „Mobilen Stand“ vor. Dieser soll als Miniatur-Ausstellung im Rahmen von Projekttagen und -wochen durch Hamburgs Schulen touren und sowohl über den historischen Ort als auch über das Jugendpartizipationsprojekt informieren und weitere Lehr- und Lernmodule zur thematischen Vertiefung anbieten.

49. Deutscher Historikertag 2012, Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, 25. bis 28. September 2012

Unter dem Motto „Ressourcen-Konflikte“ bot der Historikertag mit nationalen und internationalen Referenten, Fest- und Sonderveranstaltungen, einem Doktorandenforum, einer Fachausstellung sowie einem Schülerprogramm ein vielfältiges Forum für aktuelle Diskussionen der Geschichtswissenschaft. Auf Einladung der Körber-Stiftung berichtete Zandile Ngono als Vertreterin des Partizipationsprojektes „Wie wollt ihr euch erinnern?“ auf dem Kongress von der gemeinsamen Projektarbeit und diskutierte die Erfahrungen und Projektergebnisse mit anderen Jugendlichen und Historikern.