Ausstellungseröffnung von „In den Tod geschickt“ im Kunsthaus Hamburg

Zur Eröffnung sprachen der Erste Bürgermeister Ole von Beust , Karin Feingold von der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Rudko Kawczynski für die Rom und Cinti Union e.V. und Dr. Linde Apel von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

Ausstellungseröffnung von „In den Tod geschickt“ im Kunsthaus Hamburg

Im Beisein von Überlebenden und Zeitzeugen aus den USA, Großbritannien, Israel und Hamburg eröffnete Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust am 17.02.2009 die Ausstellung „In den Tod geschickt: die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945" im Kunsthaus Hamburg. Kuratorin der, von der Kulturbehörde in Auftrag gegebenen, Ausstellung ist Dr. Linde Apel. Neben der Aufklärung und Anschauung über das unermessliche Leid der deportierten Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland, beleuchtet die Ausstellung erstmals die Rolle der Hamburger Verwaltung und Bevölkerung, die sich auch in die Rolle der Profiteure und Nutznießer begab.

Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck: „Die Ausstellung dokumentiert anhand von Biographien die grausamen Schicksale der Deportierten. Leidenswege von Menschen, die die Deportation überlebten oder noch in letzter Minute entkommen konnten, werden mit Photos, Briefen und persönlichen Gegenständen anschaulich gemacht. Zugleich wird mit zahlreichen Unterlagen von Hamburger Bürgern und Einrichtungen dokumentiert, dass es auch in der Hansestadt viele Menschen gab, die versuchten, von der Deportation der Juden, Roma und Sinti zu profitieren. Erstmals werden die vollständigen Deportationslisten gezeigt, die in bedrückender Form die Rolle der Hamburger Verwaltung widerspiegeln.“

Ausstellungskatalog

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der auf einer beiliegenden DVD Interviews mit Zeitzeugen und Videosequenzen anbietet. Der Ausstellungskatalog kann im Info-Pavillon für 14,90 Euro erstanden werden. 


Eröffnungsreden