Ausstellungsarchitektur

Ausstellungsarchitektur

Betrat der Besucher das Ausstellungsgebäude, fiel sein Blick auf den Titel der Ausstellung auf der zentralen Wandscheibe – kombiniert mit zwei Familienfotos von einer jüdischen und einer Sinti-Familie. Im Eingang zum Ausstellungsraum wurde er mit einem Zitat einer Überlebenden empfangen: "... Aber es begann im hellen Licht eines heiteren Sommertages, wie unsere Stadt nicht viele kennt ..."

Im Ausstellungsraum zentriert waren fünf Wandscheiben aufgestellt. Innerhalb dieser Raumfigur wurden die Ausstellungsinhalte an den Wänden, in Vitrinen, mit Audio- und Videostationen, in Lesemappen und an Computerstationen präsentiert.

In der Mitte jeder Wandscheibe war in Anlehnung an die Deportationszüge die stilisierte Silhouette eines historischen Eisenbahnwagons ausgeschnitten. Der quer durch die Ausstellung verlaufende Gang durch diese Ausschnitte verband zwei weitere große Wände, die mit je einem Großfoto belegt waren. Sie zeigten den Ausgangspunkt, den Hannoverschen Bahnhof, und als Collage das Ziel der Deportationen: Die Ghettos und Vernichtungslager.

Betraten oder durchquerten die Besucher den Gang (symbolisch für den Gleiskörper), waren sie immer mit einem der beiden Bilder konfrontiert: Ausgangspunkt und Ziel, Anfang und Ende.