Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940-1945

Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940-1945

Eine Ausstellung von Dr. Linde Apel im Auftrag der Kulturbehörde Hamburg, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Bei der Ausstellungs- und Gestaltungskonzeption stand die Perspektive der mehr als 7.692 Deportierten und deren Schicksal an den Deportationsorten im Mittelpunkt. Präsentiert wurden Video- und Audio-Interviews mit Überlebenden, Fotos, Dokumente wie Briefe und Tagebücher, sowie originale Erinnerungsstücke. Diese Exponate sollen den Opfern ihr Gesicht und ihre Lebensgeschichte zurückgeben, die in den anonymen Listen, Formularen und in den scheinbar 'korrekten' arbeitsteilig organisierten Verwaltungsabläufen der Täter ausgeblendet wurden.

Die Ausstellung wurde im Zeitraum vom 17. Februar bis 26. April 2009 im Kunsthaus Hamburg gezeigt. Erstmalig wurde damit den deportierten Juden, Sinti und Roma gleichzeitig in einer Ausstellung gedacht.

vergrößern Das Ausstellungszelt Das Ausstellungszelt auf dem Lohseplatz in der HafenCity (Bild: Bild: Georg Peckholz)

vergrößern Das Ausstellungszelt von Innen Die Ausstellung "In den Tod geschickt", Mai 2013 (Bild: Bild: Georg Peckholz) Anlässlich des Kirchentages 2013 wurde die Ausstellung „In den Tod geschickt. Die Deportationen der Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945“ erneut gezeigt. Dieses Mal am Ort des Geschehens: Auf dem Lohseplatz in der Hamburger HafenCity, dem ehemaligen Hannoverschen Bahnhof.

Im Zuge der Gedenkortentwicklung am Lohseplatz ist ein Informations- und Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung zur historischen Aufarbeitung der Deportationen in Hamburg geplant. Bis zur Eröffnung des Zentrums präsentiert der Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof auf dem Lohseplatz zentrale Teile der Ausstellung.