Der internationale Freiraumwettbewerb Lohsepark

Mit der Gestaltung des Gedenkorts am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof inmitten des Lohseparks setzt sich die Stadt Hamburg mit einem über lange Jahre vernachlässigten Thema Hamburgischer Geschichte auseinander.

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Der internationale Freiraumwettbewerb Lohsepark

Der freiraumplanerische Wettbewerb zur Gestaltung des Lohseparks markierte 2009 einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der zentralen und östlichen HafenCity. Gleichzeitig wendete sich die Stadt Hamburg dem bedeutenden historischen Thema der Deportationen von Juden, Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus zu.

Europaweite Ausschreibung

Die Ausschreibung wurde im Mai 2009 europaweit veröffentlicht. 30 Landschaftsarchitekturbüros aus dem In- und Ausland wurden eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Ziel des Wettbewerbs war es, realisierbare Lösungen für die Gestaltung des Lohseparks zu erhalten und außergewöhnliche, künstlerische Ideen für den Gedenkort und seine Integration in den Park zu erarbeiten.
Aus 28 eingereichten Beiträgen wählte eine Jury, der auch Vertreter der Jüdischen Gemeinde und der Rom und Cinti Union sowie des Auschwitz-Komitees angehörten, neun Entwürfe für eine zweite Phase aus.

Schweizer Landschaftsarchitekten setzen sich durch

Als Gewinner konnte das schweizerische Landschaftsarchitekturbüro Vogt ausgemacht werden. Ihr Entwurf setzte sich gegen Mitbewerber aus Berlin und Lissabon durch. Der Entwurf greift die historische Konfiguration des Lohseplatzes auf, ohne sie zu überformen, und schafft eine deutliche Blick- und Laufbeziehung zwischen künftigem Informations- und Dokumentationszentrum am Lohseplatz einerseits und den im südwestlichen Bereich des Parks liegenden historischen Relikten, der Bahnsteigkante des Bahnsteigs 2 sowie den Gleisverläufen.