Freiraumgestaltung Lohseplatz

Freiraumgestaltung Lohseplatz

„Der heute noch sichtbare Bahnhofsvorplatz, Lohseplatz, wird im Masterplan in die Parkanlage Lohsepark integriert und soll als zeitgeschichtliches Dokument erfahrbar sein“ (Masterplan HafenCity Hamburg, 2000, S. 43)

Es ist von den Beteiligten eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ort sowie die Schaffung eines Ortes des lebendigen Erinnerns erwünscht. Ebenso sollen Verbindungen zu anderen, für das Deportationsgeschehen bedeutsamen Orten im Bereich der HafenCity und Innenstadt hergestellt werden. Das vorgelegte Rahmenkonzept plant eine Einbeziehung des Lohseplatzes (ehemaliger Bahnhofsvorplatz), der authentischen Relikte des ehemaligen Bahnsteigs 2 und der Gleisverläufe im denkmalgeschützten Bereich.
Sowohl der ehemalige Bahnsteig 2 als auch die historischen Gleisverläufe liegen außerhalb des geplanten Lohseparks. Das Gedenkort-Konzept verbindet deshalb durch eine diagonal durch das Areal des Lohseparks verlaufende, landschaftsgestalterische Fuge die beiden ca. 400 Meter voneinander entfernten Orte. Damit wird der historische Weg der Deportationszüge in Form einer Sichtachse visuell nachvollziehbar gemacht.
Vorgesehen ist außerdem ein Neubau am Lohseplatz, in den u.a. ein Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung zur historischen Aufarbeitung der Deportationen in Hamburg integriert werden soll.

»» Ansehen: Lageplan und Konzeptskizze zum Gedenkort Hannoverscher Bahnhof (in der heutigen östlichen HafenCity).