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Freiraumwettbewerb Lohsepark

 

Freiraumwettbewerb
Bereich des heute unter Denkmalschutz gestellten ehemaligen Bahnsteig 2 (Bild: Fotofrizz)

Der freiraumplanerische Wettbewerb zur Gestaltung des Lohseparks markiert einen neuen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der zentralen und östlichen HafenCity. Gleichzeitig wendet sich die Stadt einem bedeutenden historischen Thema zu: mit der Gestaltung des Gedenkorts am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof inmitten des Parks setzt sie sich mit dem Ort der Deportationen von Juden, Sinti und Roma im Dritten Reich und damit einem über lange Jahre vernachlässigtem Thema Hamburgischer Geschichte auseinander.

Ziel des Wettbewerbs war es, realisierbare Lösungen für die Gestaltung des Lohseparks zu erhalten und außergewöhnliche, künstlerische Ideen für den Gedenkort und seine Integration in den Park zu erarbeiten.

Lohsepark Illustration

(Vogt Landschaftsarchitekten; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH)

Die Ausschreibung für die Gestaltung des Lohseparks wurde am 11.5.2009 europaweit veröffentlicht. 30 Landschaftsarchitekturbüros aus dem In- und Ausland wurden eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Ende Juni erfolgte die Bewerberauswahl. Das Preisgericht, dem als Sachpreisrichter auch Vertreter der Jüdischen Gemeinde und der Rom und Cinti Union angehörten sowie als Sachverständige Vertreter des Auschwitz-Komitees, benannte am Ende des Verfahrens vier 1. Plätze. Im zweiten Verfahren sind diese vier erstplatzierten Büros eingeladen, auf Basis eines vertieften Briefings ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Als Gewinner konnte das schweizerische Landschaftsarchitektenbüro Vogt ausgemacht werden. Ihr Entwurf setzte sich gegen Mitbewerber aus Berlin und Lissabon durch. Der Entwurf greift die historische Konfiguration des Lohseplatz auf, ohne sie zu überformen, und er schafft eine deutliche Blick- und Laufbeziehung zwischen künftigem Informations- und Dokumentationszentrum am Lohseplatz einerseits und den im südwestlichen Bereich des Parks liegenden historischen Relikten, der Bahnsteigkante des Bahnsteigs 2 sowie den Gleisverläufen.