Freiraumwettbewerb Lohsepark

Aus 28 eingereichten Beiträgen wählte eine Jury aus Vertretern der HafenCity Hamburg GmbH, der Stadtentwicklungs- und der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Bürgerschaft, der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte sowie aus Vertretern der Jüdischen Gemeinde, der Roma und Cinti Union und des Auschwitz-Komitees, neun Entwürfe für eine zweite Phase aus.

Freiraumwettbewerb Lohsepark

Der freiraumplanerische Wettbewerb zur Gestaltung des Lohseparks markierte einen neuen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der zentralen und östlichen HafenCity. Gleichzeitig wendete sich die Stadt einem bedeutenden historischen Thema zu: mit der Gestaltung des Gedenkorts am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof inmitten des Parks setzte sie sich mit dem Ort der Deportationen von Juden, Sinti und Roma im Dritten Reich und damit einem über lange Jahre vernachlässigtem Thema Hamburgischer Geschichte auseinander.
Ziel des Wettbewerbs war es, realisierbare Lösungen für die Gestaltung des Lohseparks zu erhalten und außergewöhnliche, künstlerische Ideen für den Gedenkort und seine Integration in den Park zu erarbeiten.

vergrößern Lohsepark Illustration (Bild: Vogt Landschaftsarchitekten; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH)
Die Ausschreibung für die Gestaltung des Lohseparks wurde am 11.5.2009 europaweit veröffentlicht. 30 Landschaftsarchitekturbüros aus dem In- und Ausland wurden eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Ende Juni erfolgte die Bewerberauswahl. Das Preisgericht, dem als Sachpreisrichter auch Vertreter der Jüdischen Gemeinde und der Rom und Cinti Union angehörten sowie als Sachverständige Vertreter des Auschwitz-Komitees, benannte am Ende des Verfahrens vier 1. Plätze. Die vier erstplatzierten Büros wurden im zweiten Verfahren eingeladen, auf Basis eines vertieften Briefings ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Als Gewinner konnte das schweizerische Landschaftsarchitektenbüro Vogt ausgemacht werden. Ihr Entwurf setzte sich gegen Mitbewerber aus Berlin und Lissabon durch. Der Entwurf griff die historische Konfiguration des Lohseplatzes auf, ohne sie zu überformen, und schaffte eine deutliche Blick- und Laufbeziehung zwischen künftigem Informations- und Dokumentationszentrum am Lohseplatz einerseits und den im südwestlichen Bereich des Parks liegenden historischen Relikten, der Bahnsteigkante des Bahnsteigs 2 sowie den Gleisverläufen.