Deportationen von Juden nach Auschwitz

1 / 1

Deportationen von Juden nach Auschwitz

Zwei Transporte führten von Hamburg direkt nach Auschwitz-Birkenau. Der Transport im Juli 1942 umfasste 298 Menschen, der zweite im Februar 1943 zählte 20. Das Ziel wurde den Betroffenen vorenthalten. Es hieß, es gehe in den Osten.

Das Lager Auschwitz-Birkenau wurde 1941 60 km westlich von Krakau errichtet und gehörte zum Lagerkomplex Auschwitz. Ab 1942 diente es als Hauptstätte für die Ermordung der europäischen Juden. In fünf Gaskammern wurden die Häftlinge mit dem Giftgas Zyklon B erstickt.

Das Lager wurde im Herbst 1944 durch die SS geräumt, und die Häftlinge wurden auf Todesmärsche getrieben. Im Januar 1945 befreite die sowjetische Armee die letzten Häftlinge.

Auschwitz-Birkenau gilt heute als Symbol der Zwangsarbeit, des Völkermords und des Holocaust an den europäischen Juden, Roma und Sinti sowie an den sowjetischen und polnischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Die Zahl der Opfer wird auf 1,1 bis 1,5 Mio. Menschen geschätzt.

vergrößern Schreiben mit der Bitte um die Wohnung einer Jüdin. 1. September 1942 Schreiben mit der Bitte um die Wohnung einer Jüdin. 1. September 1942 (Bild: Staatsarchiv Hamburg) Die Hamburgerin Frau T. erkundigte sich bei der Dienststelle für die Verwertung eingezogenen jüdischen Vermögens nach der Wohnung einer deportierten Jüdin, weil sie dort einziehen wollte. Ihre Anfrage war nicht erfolgreich.