Deportationen von Roma und Sinti nach Auschwitz

Deportationen von Roma und Sinti nach Auschwitz

Am 16. Dezember 1942 ordnete SS-Reichsführer Heinrich Himmler im 'Auschwitz-Erlass' an, alle auf dem Reichsgebiet verbliebenen 'Zigeuner' familienweise nach Auschwitz zu deportieren. Ab 1943 wurden Tausende von Roma und Sinti aus den besetzten Ländern Europas nach Auschwitz-Birkenau gebracht. Dort wurden sie im Lagerabschnitt B II e inhaftiert, das die SS 'Zigeunerlager' nannte. Den Menschen wurde ein „Z“ sowie eine Nummer auf den Arm tätowiert.

Bis zum Herbst 1944 wurden insgesamt 23.000 Roma und Sinti nach Auschwitz deportiert, von denen die meisten in den Gaskammern, durch Zwangsarbeit oder die unmenschlichen Lebensbedingungen starben. Im Frühjahr und Sommer 1944 wurden 2.300 Roma und Sinti zur Zwangsarbeit auf andere Konzentrationslager verteilt. Das 'Zigeunerlager' wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 liquidiert, und 2.900 Menschen wurden in den Gaskammern ermordet.

Im März 1943 wurden 357 Roma und Sinti aus Hamburg nach Auschwitz verschleppt. Ein weiterer Transport mit 26 Kindern und Jugendlichen aus Hamburg traf im April 1944 ein.

Else Baker, geborene Schmidt, spricht über ihre Ankunft in Auschwitz und schildert ihre Erlebnisse aus der Perspektive des achtjährigen Mädchens


vergrößern Else Schmidt (Mitte) mit ihren Pflegeschwestern, 1943/44 Else Schmidt (Mitte) mit ihren Pflegeschwestern, 1943/44 (Bild: Privatbesitz) »» Ansehen:   Video: Interview mit Else Baker (6:59 Min)

(Video: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg)

Else Baker, geborene Schmidt, spricht über ihre Ankunft in Auschwitz und schildert ihre Erlebnisse aus der Perspektive des achtjährigen Mädchens