Geschichte des Bahnhofs

Der Hannoversche Bahnhof, der zunächst Pariser und Venloer Bahnhof hieß, wurde seit seiner Eröffnung im Jahr 1872 unterschiedlich genutzt.

Lohseplatz. Hannoverscher Bahnhof, Geschichte, Stadtgeschichte

Der Hannoversche Bahnhof, der zunächst Pariser und Venloer Bahnhof hieß, wurde seit seiner Eröffnung im Jahr 1872 unterschiedlich genutzt: Bis 1907 verband er als Personen- und Güterbahnhof Hamburg mit dem Süden. 1906 löste ihn der neu eröffnete Hamburger Hauptbahnhof als Personenbahnhof ab. Der Hannoversche Bahnhof fungiert nun vor allem als Güterbahnhof. Außerdem diente er als Kapazitätsreserve. Da der Hannoversche Bahnhof in den 1920er-Jahren baufällig wird, wurden 1932 Teile abgerissen.

In den Jahren 1940 bis 1945 wurde der Bahnhof zum Deportationsbahnhof: Von hier wurden mindestens 7.692 Juden, Roma und Sinti in Ghettos und Konzentrationslager deportiert.

Ab Juli 1943 wurden Gebäude und Gleisanlagen durch Bombenangriffe teilweise zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg galt der Wiederaufbau des Empfangsgebäudes als nicht lohnenswert. Ab 1950 wurde der Bahnhof zum Hauptgüterbahnhof. Teile des Bauwerks wurden 1955 und 1981 abgerissen, die restlichen Schuppengebäude dienten Speditionszwecken.

Mit der Entscheidung für die Entwicklung der HafenCity wurden die Orte, der ehemalige Hannoversche Bahnhof und sein Vorplatz, der Lohseplatz, in der HafenCity wieder stärker als öffentliche Orte wahrgenommenen.