Hannoverscher Bahnhof

Der Hannoversche Bahnhof als Deportationsbahnhof in der NS-Zeit nahm einen lange Jahre nicht thematisierten Platz in der Geschichte Hamburgs ein.

 

Der Hannoversche Bahnhof, 1931 / Museum für Hamburgische Geschichte

Geschichte des Bahnhofs

Der Hannoversche Bahnhof, der zunächst Pariser und Venloer Bahnhof hieß, wurde seit seiner Eröffnung im Jahr 1872 unterschiedlich genutzt: Bis 1907 verband er als Personen- und Güterbahnhof Hamburg mit dem Süden. 1906 löste ihn der neu eröffnete Hamburger Hauptbahnhof als Personenbahnhof ab. Der Hannoversche Bahnhof fungierte nun vor allem als Güterbahnhof. Da der Hannoversche Bahnhof in den 1920er-Jahren baufällig wurde, wurden 1932 Teile abgerissen. »

 

Deportation nach Auschwitz / ????

Der Bahnhof als Deportationsbahnhof

In den Jahren 1940-1945 diente der Bahnhof als Deportationsbahnhof. In 20 Transporten wurden mindestens 7.692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt – für die allermeisten ein Weg in den Tod. »

 

Verantwortliche, Organisatoren, Ausführende der Deportationen – die Täter / Staatsarchiv Hamburg

Verantwortliche, Organisatoren, Ausführende der Deportationen – die Täter

Für den reibungslosen Ablauf der Deportationen im nationalsozialistischen Hamburg sorgten Mitarbeiter unterschiedlicher staatlicher Behörden und Organisationen. Für die konkrete Umsetzung der Deportationen der Juden waren in enger Absprache die Geheime  Staatspolizei (Gestapo), die Ordnungspolizei, das Oberfinanzpräsidium und die Reichsbahn verantwortlich. »