Kolloquium 2007

Die Kulturbehörde, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die HafenCity Hamburg GmbH veranstalteten am 18. Juni 2007 gemeinsam ein ganztägiges Kolloquium, das sich mit dem Thema „Der Erinnerungsort Lohseplatz in der HafenCity“ auseinandersetzte. 



Kolloquium 2007


Der Lohseplatz war Bahnhofsvorplatz des inzwischen zerstörten Hannoverschen Bahnhofs (vormals auch Venloer oder Pariser Bahnhof) in der heutigen HafenCity. In den Jahren 1940 bis 1945 wurden vom Hannoverschen Bahnhof in 20 dokumentierten Eisenbahntransporten mindestens 7.692 Juden, Roma und Sinti systematisch in verschiedene Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Mit der Entscheidung für die Entwicklung der HafenCity und der Aufstellung des Masterplans im Jahr 2000 sowie der Ausgliederung des Areals aus dem Hamburger Freihafen im Jahr 2003 rückte der Lohseplatz in der HafenCity wieder stärker in die öffentliche Wahrnehmung. 



Im Zuge der weiteren Entwicklung der HafenCity war die Frage zu klären, durch welche Form und Gestaltung der Lohseplatz als ein Ort des Erinnerns lebendig gehalten werden kann. Dem Senat war und ist es ein wichtiges Anliegen, mit der Veranstaltung einen Prozess anzustoßen, in dessen Verlauf Antworten darauf gefunden werden sollten, wie der Lohseplatz als Vorplatz des Hannoverschen Bahnhofs eine angemessene und würdige Kennzeichnung als Ort des Gedenkens, des Erinnerns und des Mahnens erhalten kann. 



„Erinnerungen und Erwartungen“ sowie „Kunst, Architektur, Landschaftsplanung – Ansätze der Auseinandersetzung“ waren Schwerpunkte des Kolloquiums, bei dem intensiv nach Wegen gesucht wurde, die Geschichte dieses künftig so wichtigen innerstädtischen Platzes angemessen sichtbar werden zu lassen.


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