Von ersten Ideen zur konkreten Planung

Mit den Verbänden der Überlebenden und Hinterbliebenen veranstalteten städtische Institutionen zwischen 2007 und 2008 öffentliche Diskussionsforen, um über Sinn und Gestalt eines zukünftigen Gedenkorts am Lohseplatz nachzudenken.

Von ersten Ideen zur konkreten Planung

2007 - Kolloquium

Die Kulturbehörde, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die HafenCity Hamburg GmbH veranstalteten am 18. Juni 2007 gemeinsam ein ganztägiges Kolloquium, bei dem intensiv nach Wegen gesucht wurde, die Geschichte dieses künftig so wichtigen innerstädtischen Platzes angemessen sichtbar werden zu lassen. Unter dem Schwerpunkt „Erinnerungen und Erwartungen“ sprachen Repräsentanten der Opferverbände ihre Erwartungen an eine Gedenkstätte aus. Experten für Gedenkstättenarchitektur zeigten unter dem weiteren Schwerpunkt „Kunst, Architektur, Landschaftsplanung – Ansätze der Auseinandersetzung“ Beispiele aus ganz Europa, wie mit Erinnerung landschaftsgestalterisch umgegangen werden kann.

vergrößern Frau steht hinter dem Rednerpult Senatorin für Kultur, Sport und Medien Prof. Dr. Karin von Welck beim Werkstattgespräch (Bild: Dr. Detlef Garbe) Eine von der damaligen Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck im Januar 2008 einberufene Steuerungsgruppe unter Leitung des Direktors der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Dr. Detlef Garbe, erarbeitete anschließend unter Berücksichtigung der inhaltlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen für eine Gedenkstätte am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof eine Empfehlung.

Der Steuerungsgruppe gehörten an: Frau Prof. Dr. Stefanie Endlich (Universität der Künste Berlin), Frau Constanze Petrow (Bauhaus Universität Weimar), Herr Prof. Jörn Walter (Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg), Herr Prof. Jörn Walter, Herr Dieter Polkowski (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt), Herr Jürgen Bruns-Berentelg (Vors. der Geschäftsführung HafenCity Hamburg GmbH), Herr Uwe Labinsky (HafenCity Hamburg GmbH), Frau Dr. Annette Busse (Kulturbehörde).

Werkstattgespräch - Neuer Masterplan für den Lohsepark

Diese Empfehlung, die eine komplette Modifizierung des Masterplans HafenCity im Bereich Lohsepark und die Errichtung eines Dokumentations- und Ausstellungszentrums unmittelbar am Lohsepark vorsah, wurde im Rahmen eines Werkstattgesprächs am 27. Oktober 2008 im Kesselhaus öffentlich vorgestellt und mit Vertretern der Institutionen und Verbände der Überlebenden und Hinterbliebenen diskutiert.

„Gerade in der HafenCity, wo sich heute Hamburgs Zukunft am stärksten auftut, sollen die dunklen Seiten der Hamburger Geschichte bewusst mit einbezogen werden. Der Senat und unsere gesamte Stadt müssen sich dieser historischen Verantwortung stellen. Mit der Gedenkstätte am ehemalige Hannoverschen Bahnhof soll der konkrete Ort ins Bewusstsein gerückt werden, von dem aus mindestens 7.692 Menschen in den Tod geschickt wurden. Ein Gedenkort in der vorgeschlagenen Form dokumentiert auf Dauer in markanter Anschaulichkeit den tiefen Einschnitt, den die nationalsozialistische Verfolgung und die Deportationen in unserer Stadtgeschichte hinterlassen haben“, so die damalige Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck.

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