Künftiger Ort des Lernens: Das Informations- und Dokumentationszentrum

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof soll ein Ort des Erinnerns und Lernens werden. Hierzu entsteht bis 2020 ein Informations- und Dokumentationszentrum, in dem eine Dauerausstellung zum Deportationsort und -geschehen gezeigt werden wird. 

Künftiger Ort des Lernens: Das Informations- und Dokumentationszentrum

Für die neuen und endgültigen Räumlichkeiten des Informations- und Dokumentationszentrums, die voraussichtlich 2020 fertiggestellt werden, wird die von Dr. Linde Apel konzipierte Ausstellung "In den Tod geschickt“ inhaltlich überarbeitet und neu gestaltet werden. Die Ausstellung soll neben dem Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung, der Rolle der Verantwortlichen und Profiteure vor allem die Biographien der Opfer ins Zentrum stellen. Hierfür bieten auch die Biographien der "Werkstatt der Erinnerung" und die in den letzten Jahren recherchierten und zusammengetragenen Biografien für das Projekt "Stolpersteine" einen wichtigen Anknüpfungspunkt.

700 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Die Ausstellungsfläche von circa 700 Quadratmetern, inklusive Schulungs- und Seminarräumen, wird direkt am Lohseplatz im Erdgeschoss eines siebengeschossigen Neubaus geschaffen werden. Der Ort befindet sich in direkter Nachbarschaft zum historischen Bahnhofsvorplatz und bietet zudem die Möglichkeit einer Sichtbeziehung entlang der historischen Relikte bis hin zum aktuellen Trassenverlauf der Bahn.

Um vor allem junge Menschen für den historischen Ort zu interessieren, wurde im Oktober 2011 das Projekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“ mit 40 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Über mehrere Monate erarbeiteten die Jugendlichen Ideen und Konzepte für die Gestaltung des künftigen Gedenkorts sowie Bildungsangebote für das geplante Dokumentationszentrum, welches organisatorisch von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme betreut werden wird.