2. Workshop

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2. Workshop

Der zweite Workshop fand am 4. und 5. November 2011 im Hamburger Grindelviertel unter dem Thema „Vernetzung mit der Stadt“ statt. Hier erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Ideen und Konzepte für Vernetzungsmöglichkeiten mit der Stadt auszuarbeiten.

In zwei Zeitzeugengesprächen mit Else Baker und Esther Bauer, die beide vom Hannoverschen Bahnhof aus deportiert worden waren, konnten die Schüler sich mit den Erlebnissen Betroffener auseinandersetzen. Viele der Teilnehmenden hatten das erste Mal die Chance, mit Überlebenden zu sprechen und ihnen ihre Fragen zu stellen.

In der Projektarbeit arbeiteten die Teilnehmenden neben der Geschichte des Ortes auch mit den Themen der Ausstellung „In den Tod geschickt“. In Kleingruppen befassten sich die Jugendlichen mit den Opfern, aber auch den Tätern, Mitläufern und Institutionen die an den Deportationen mitgewirkt haben. Darüber hinaus haben sich die Jugendlichen auch Gedanken über mögliche Ergänzungen des Ausstellungsbereichs machen können. Im Zusammenhang mit dem Thema „Vernetzung mit der Stadt“ entstanden die ersten Arbeitsgruppen (AG), die sich auf unterschiedliche Weise dem Thema angenähert haben: Mithilfe verschiedener „Accessoires“ soll auf den neuen Erinnerungsort aufmerksam gemacht werden, ein mobiler Stand informiert im Vorfeld über die Geschichte des Ortes, ein Wegweiser schildert den Weg zum ehemaligen Hannoverschen Bahnhof aus und schließlich formierte sich eine Gruppe, die Videoclips drehen wollte.

Den zentralen Aspekt der Workshops bildete neben der Kleingruppenarbeit auch das Gespräch zwischen den Jugendlichen und Experten. In einer Unterhaltung mit dem Künstler Gunter Demning, der die Idee der Stolpersteine entwickelte, sammelten die Jugendlichen viele Tipps und Anregungen für eigene Konzepte.