Ergebnissammlung

Ergebnissammlung

Während der einzelnen Workshops bildeten sich Arbeitsgruppen, die erste Ideen weiter ausarbeiteten, visualisierten und kleine Samples, Entwürfe oder Modelle anfertigten. Die Arbeitsgruppenergebnisse wurden bei der Abschlusspräsentation am 18. Juni 2012 im Museum für Hamburgische Geschichte vorgestellt, mit dem Vorschlag, sie in die Planungen für das zukünftige Dokumentationszentrum aufzunehmen.

Accessoires

Im Rahmen des Workshops zum Thema „Vernetzung mit der Stadt“ bildete sich die Arbeitsgruppe „Accessoires“ mit dem Ziel, mithilfe verschiedener Merchandise-Artikel die Aufmerksamkeit und Neugier auf den entstehenden Erinnerungsort zu lenken. Die Jugendlichen entwarfen Jutebeutel mit dem Aufdruck „Erinnere“ in verschiedenen Sprachen. Der Aufdruck soll Menschen unterschiedlicher Herkunft ansprechen und zugleich zum Erinnern auffordern. Eine zweite Idee der Arbeitsgruppe bestand in der Produktion von Stoffarmbändern: Diese ziert ebenfalls der Slogan „Erinnere“ und sie sollen sowohl in der Ausstellung als auch in Schulen und anderen Bereichen verteilt werden.

Biografienwürfel

In einem Pausen- oder Cafeteria-Bereich des neuen Informations- und Dokumentationszentrums sollen sich die Besucher der Gedenkstätte auf spielerische Weise mit einzelnen Personen befassen können. Die Idee ist es, auf den Tischen, am Boden oder auf Regalen "Personen- oder Biografienwürfel" auszulegen, die unterschiedliche Seiten aus dem Leben von verfolgten und deportierten Personen darstellen.

Mobiler Stand

Der Mobile Stand ist eine Wanderausstellung, die vorübergehend an unterschiedlichen Orten aufgebaut wird und somit schon im Vorfeld auf die künftige Gedenkstätte hinweisen und über den Planungsprozess informieren kann.

Erinnerungsclips

Jugendliche werfen einen "Blick zurück" und erklären in kurzen Videoclips, warum und an wen man sich auch heute noch erinnern sollte. Die Erinnerungsclips basieren auf der Idee einer Werbekampagne für die Gedenkstätte, die bereits im Vorfeld im Internet platziert werden soll.

Wegweiser

Die Ausarbeitung eines Hinweissystems in Form von Wegweisern soll Gedenkstätten und -orte im Stadtbild sichtbarer machen. Hierzu sollen Wegweiser an öffentlichen oder touristischen bzw. historisch bedeutsamen Orten aufgestellt werden. Auf den Wegweisern soll einerseits die Entfernung zum Hannoverschen Bahnhof verdeutlicht, andererseits auf das Außenlager des ehemaligen KZ Neuengammes hingewiesen werden. Zudem sollen Informationstafeln über den Bahnhof und seine Bedeutung in der Zeit des Nationalsozialismus informieren.

Audio

Durch zwei unterschiedliche Hörstationen soll eine Erweiterung der bereits vorhandenen Ausstellung geschaffen werden. Im Eingangsbereich sollen in einer Art dunklem Tunnel Bahngeräusche und eine erzählende Stimme besonders jugendliche Besucher auf die Ausstellung einstimmen. Zudem soll es innerhalb der Ausstellung einen Raum bzw. einen Eisenbahnwaggon im Außengelände geben, in dem in allen vier Ecken verschiedene Geschichten erzählt werden, die sich in der Mitte des Raumes klanglich überlagern.

HipHop/Musik

Gemeinsam mit dem Musiker Max Timm beschäftigen sich die Jugendlichen mit verschiedenen Musikstücken unterschiedlicher Genres zu politischen Themen. Dabei verfassten die Teilnehmer einen eigenen Songtext, der sich mit dem Thema Deportation aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigt. Der Text wurde von den Jugendlichen bewusst ironisch geschrieben, der auf diese Weise zum Nachdenken anregen soll. Zudem war es der Gruppe wichtig, dass das HipHop-Stück verschiedene Perspektiven von Opfern, Tätern und Mitläufern darstellt. Den Jugendlichen war es ein wichtiges Anliegen, eine Diskussion über das Thema Deportation aus Hamburg anstoßen zu können, um so vor allem Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren. Der Song wurde samt zugehörigem Video professionell im Tonstudio aufgenommen.



Film

Gemeinsam mit dem Filmer Gabriel Bornstein arbeitete die Gruppe an einem Dokumentarfilm über das Projekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“. Gabriel Bornstein hat darüber hinaus während der gesamten Workshops alle 34 Teilnehmer filmisch begleitet. Bestandteile der Filmarbeiten waren sowohl Interviews mit den Jugendlichen, Eindrücke der Kleingruppenarbeit als auch die Dokumentation der Gruppengespräche mit Experten. Am Ende wertete die AG das gesamte Filmmaterial aus und entschied über die besten Szenen. Gemeinsam mit Gabriel Bornstein waren die Jugendlichen für den Schnitt verantwortlich und gaben dem Film als Erzähler ihre Stimmen.