Regionalgeschichtlicher Workshop – Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945



Regionalgeschichtlicher Workshop – Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945

Am 22. November 2019 fand in der HafenCity Universität (HCU) in Hamburg der regionalgeschichtliche Workshop „Der Hannoversche Bahnhof: Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945“ statt. Die Teilnehmenden aus Wissenschaft, Museen, Gedenkstätten und Zivilgesellschaft tauschten sich über die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung und Deportation von Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma im norddeutschen Raum aus.

Prof. Dr. Lisa Kosok (HCU) begrüßte zu Beginn die neue Kooperation zwischen der HCU und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und stellte die Bedeutung des Projekts „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ für die Universität und die HafenCity als Ganzes heraus.

Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Leiter des Projekts „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“), führte in die Geschichte des Gedenkortes und den aktuellen Stand der Entwicklung des Dokumentationszentrums ein.

Die anschließenden Panels mit Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen dienten insbesondere dem Erfahrungs- und Wissensaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Historiker Dr. Hans Hesse etwa stellte seine Forschungsergebnisse zu „Doppeldeportationen“ von Sinti und Roma aus Bremerhaven und der Weser-Ems-Region vor.

Dr. Kristina Vagt vom Projektteam „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ unterstrich die überregionale Bedeutung des Hannoverschen Bahnhofs für die Deportationen der Jüdinnen und Juden aus dem norddeutschen Raum.

Stefan Wilbricht, ebenfalls Mitarbeiter im Projektteam, gab einen Überblick über die gerichtliche Aufarbeitung der Deportationsverbrechen in Hamburg.

Eine Podiumsdiskussion widmete sich der Geschichte der „Bewährungstruppe 999“. Im Anschluss boten drei zeitgleich stattfindende Workshops den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich aktiv mit Mitgliedern des Projektteams auszutauschen.

Die abschließende Podiumsdiskussion zur Aufarbeitung der Deportationen aus regionalgeschichtlicher Perspektive brachte schließlich noch einmal verschiedene Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen und gab ihnen die Möglichkeit, Erfahrungswerte aus ihrer Arbeit zu teilen und konkrete Denkanstöße für das künftige Dokumentationszentrum zu geben.

Den gesamten Text von Lennart Onken können Sie hier lesen: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/nachrichten/news/regionalgeschichtlicher-workshop-der-hannoversche-bahnhof

Daniel Bernhardt
KZ-Gedenkstätte Neuengamme | Projekt „Dokumentationszentrum denk.mal Hannoverscher Bahnhof“
Jean-Dolidier-Weg 75 | 21039 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 / 42 81 31 561 | Fax: + 49 (0)40 / 428 131 501
daniel.bernhardt@gedenkstaetten.hamburg.de

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