Künftiger Ort des Lernens: Das Informations- und Dokumentationszentrum


Künftiger Ort des Lernens: Das Informations- und Dokumentationszentrum

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof soll ein Ort des Erinnerns und Lernens werden. Hierzu entsteht bis 2022 ein Informations- und Dokumentationszentrum, in dem eine Dauerausstellung zum Deportationsort und -geschehen gezeigt werden wird. 

Für die neuen und endgültigen Räumlichkeiten des Dokumentationszentrums, die voraussichtlich 2021/22 fertiggestellt werden, wird derzeit eine neue Ausstellung erarbeitet, die die Erkenntnisse der 2009 von Dr. Linde Apel konzipierten Ausstellung "In den Tod geschickt“ aufgreift und um neue Perspektiven und historische Erkenntnisse erweitert. Die geplante Dauerausstellung soll neben dem Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung, der Rolle der Verantwortlichen und Profiteure vor allem die Biographien der Verfolgten ins Zentrum stellen.  In vielfältiger Weise soll die Geschichte und Nachgeschichte des Deportationsgeschehens mit Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven verknüpft werden. 

Ausstellungsfläche und Seminarräume

Die Ausstellungsfläche von circa 600m²  sowie 100m² qm Schulungs- und Seminarräumen, wird direkt am Lohseplatz im Erdgeschoss eines siebengeschossigen Neubaus geschaffen werden. Der Ort befindet sich in direkter Nachbarschaft zum historischen Bahnhofsvorplatz und bietet zudem die Möglichkeit einer Sichtbeziehung entlang der historischen Relikte bis hin zum aktuellen Trassenverlauf der Bahn.

Um vor allem junge Menschen für den historischen Ort zu interessieren, werden Partizipationsprojekte durchgeführt. Jugendlichen erarbeiten hierin Ideen und Konzepte für die Konzeption des Dokumentationszentrums, welches organisatorisch von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme betreut werden wird.