Kurt Ferdinand Hugo Krause

Kurt Ferdinand Hugo Krause

Geboren am 29. März 1888 in Bosatz (Ratibor). Eintritt in den Polizeidienst bei der Polizeidirektion der Stadt Harburg im März 1913; Januar 1920 Kriminalwachtmeister, April 1926 Kriminalassistent, Mai 1927 Kriminalsekretär, Dezember 1939 Kriminalobersekretär, April 1944 Kriminalinspektor.

NSDAP-Mitglied seit dem 1. Mai 1937. Seit März 1938 im Erkennungsdienst der Hamburger Kriminalpolizei und ab Oktober 1938 in der 'Zigeunerdienststelle' tätig, deren Leitung er bald darauf übernahm (Spitzname: 'Zigeuner-Krause'). Ab 1. April 1940 stellvertretender Dienststellenleiter des Kriminalkommissariats BK 2. Krause führte vor der Deportation ins 'Generalgouvernement' vom 20. Mai 1940 eine Reihe von Verhaftungen durch und begleitete sowohl diesen Transport als auch den nach Auschwitz am 11. März 1943.

Festnahme Ende September 1945, einmonatige Internierung im Militärgefängnis Altona, bis Februar 1946 in Neumünster. Ab Mai 1946 trat Polizei Oberinspektor Krause wieder seinen Dienst beim Kriminalamt der Polizei Hamburg an, bis mehrere Roma und Sinti Anzeige erstatteten und der Leiter des Kriminalamtes ihn Mitte Juli 1946 seines Dienstes enthob. Einleitung eines Strafverfahrens gegen Krause im Rahmen des 'Hinselmann Prozesses'. 

Im Dezember 1946 zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt und auf Anordnung der Militärregierung zum Jahresende aus politischen Gründen aus dem Polizeidienst entlassen, kam Krause im März 1949 wieder auf freien Fuß. In seinem Entnazifizierungsverfahren wurde er vom Fachausschuss VIIIb im Frühjahr 1949 in die Kategorie V ('entlastet') eingestuft; er starb am 29. September 1954.